Modellfotos
Pläne
Der geplante Neubau der Chamanna Boval steht stellvertretend für die fast 150-jährige Geschichte der Hütte am Rand des Morteratschgletschers. Das Projekt versteht den Ort als gewachsene Anlage und entwickelt ihn unter konsequenter Einbindung des Bestands weiter.
Die neue Hütte wird als länglicher, leicht abgedrehter Baukörper neben der bestehenden Bovalhütte positioniert. Die Anordnung schafft einen klaren Zugang zwischen den beiden Gebäuden, eine optimale Ausrichtung des Aufenthaltsraums nach Süden sowie eine erhöhte Terrasse mit weitem Blick auf das Alpenpanorama. Gleichzeitig ermöglicht die Trennung von Tages- und Übernachtungsgästen effiziente Betriebsabläufe. Die Eingriffe in die Topografie werden minimiert. Auf Punktfundamenten und einem verzinkten Stahlrost entsteht ein vorgefertigter Holzrahmenbau. Die südseitige Fassade kombiniert Photovoltaikpaneele mit Dreischichtplatten, während die übrigen Fassaden mit Lärchenschalung verkleidet werden. Eine Photovoltaikanlage auf Dach und Fassade mit insgesamt 182 m² unterstützt die Energieversorgung und Warmwasserbereitung.
Die Kreislaufwirtschaft ist integraler Bestandteil des Entwurfs: Der bestehende Natursteinsockel wird als Terrasse weiterverwendet, Holzbauteile des Bestands werden für deren Unterkonstruktion eingesetzt. Wiederverwendbare Innenausbauten, Möbel und Materialien werden übernommen. Rückbaumaterialien aus Stein und Holz finden zudem Verwendung für Zugänge, Treppen, Rampen und Mauern.
Wettbewerb Ersatzneubau Chamanna Boval, Graubünden
Auslober: SAC Sektion Bernina
Zeitraum: 2024

Leistungsphasen: Wettbewerb

Projektteam: Florian Ringli, Leandra Guretzki