Modellfoto
Skizzen, Text und Pläne
Der Messebau von Theo Hotz ist ein radikal funktionales Gebäude, 1999 in kurzer Zeit errichtet, auf eine einzige Nutzung ausgelegt, wirkt er nur wenige Tage im Jahr belebt und steht sonst leer. Seine konsequent durchdeklinierte Struktur verhindert jede echte Flexibilität – ein geschlossenes System ohne Umnutzungspotenzial. Demgegenüber steht der zeitgenössische Bedarf nach offenen Strukturen, hybriden Systemen und dem Zusammenspiel verschiedener Elemente. Nicht Vereinfachung, sondern das bewusste Arrangieren von Spannungen schafft lebendige Räume. Der Eingriff - eine Betonstütze wird mit einer leichten Kartonhülle ergänzt und neu interpretiert: als Sitz, Informationsträger und Projektionsfläche. So entsteht aus einem statischen Element ein vielseitig nutzbarer Ort. Recyclingkarton ermöglicht eine leichte, kostengünstige und rückbaubare Konstruktion im Sinne eines materiellen KreislaufsNomination Schweizer Kunstpreis, Basel
Auftraggeber: BAK (Bundesamt für Kultur)
Zeitraum: 2025
Leistungsphasen: Nomination, Wettbewerb

Projektteam: Florian Ringli, Leandra Guretzki

Fotos: Gina Folly